Occupy: Innsbruck

Aus: http://www.verdi.de/themen/ internationales/​ ++co++52a72f58-f411-11e0-55f7-0019b9e321e1

Ges­tern Mit­tag ver­sam­mel­ten sich mehr als 200 Men­schen fried­lich vor der Anna­säule im Zen­trum Inns­brucks, um ihren Pro­test gegen­über der öster­rei­chi­schen Wirt­schafts– und EU-​​Finanzpolitik aus­zu­drü­cken.
Die Ver­an­stal­tung der Platt­form Echte Demo­kra­tie Jetzt! Tirol fand im Rah­men des glo­ba­len Pro­test­tags statt, an dem sich welt­weit 952 Städte in 82 Län­dern betei­lig­ten. So demons­trier­ten z.B. hun­dert­tau­sende Men­schen in Lon­don, Rom und Syd­ney gegen die Kor­rup­tion an den Bör­sen und im Ban­ken­sek­tor, sowie gegen des­sen „Sys­tem­feh­ler”. In Öster­reich gab es u.a. noch Kund­ge­bun­gen in Salz­burg, Linz, Graz und in Wien.

Die Menge, die sich am Ein­gang zum Spar­kas­sen­platz zusam­men­fand, bestand aus Mit­glie­dern ver­schie­dens­ter Kul­tur­kreise und poli­ti­scher Nei­gun­gen. So waren neben eini­gen Ver­tre­tern der Grü­nen, wie dem Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Gebi Mair oder dem Natio­nal­rat Peter Pilz, auch Mit­glie­der der Pira­ten­par­tei, des Öster­rei­chi­schen Gewerk­schafts­bunds (ÖGB) Tirol sowie der glo­ba­li­sie­rungs­kri­ti­schen Orga­ni­sa­tion Attac zuge­gen. Neben einem gra­tis Buf­fet gab es auch eine Free Hug-​​Zone, einen Krea­tiv­be­reich für Jung und Älter und viele Mög­lich­kei­ten zur Ver­net­zung sowie zum Gedankenaustausch:

Der §278a betrifft den umstrit­te­nen „Mafia-​​Paragrafen”, bei dem ein even­tu­el­les Miß­brauchs­po­ten­zial der Jus­tiz gegen­über NGOs dis­ku­tiert wird.

 





 

Die reichs­ten zehn Pro­zent der Öster­rei­cher besit­zen 700 Mil­li­ar­den Euro an Ver­mö­gen und tra­gen davon nichts zum Staats­haus­halt bei.” - Fritz Pich­lmann von Attac Tirol.

 

Die Poli­tik muss viele wich­tige Ent­schei­dun­gen tref­fen, doch wir erle­ben der­zeit eine Phase, in der sie sich die­ser Ver­ant­wor­tung ent­zieht und ent­we­der in Still­stand ver­harrt oder die fal­schen Prio­ri­tä­ten setzt. Es droht ein Erstar­ren unse­rer Gesell­schaft, zum Nach­teil aller.“ -  Alex­an­der Pollak, Spre­cher von SOS Mitmensch

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Quel­len:

  • http://orf.at/stories/2084521/2084522/
  • http://oesterreich.orf.at/stories/2505662/
  • http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Überblick/Politik/35811606/protestwelle-in-1000-städten-gegen-die-auswüchse-des-finanzsystems.csp#comments
  • http://www.facebook.com/echte.demokratie.jetzt.tirol
  • http://www.echte-demokratie-jetzt.de/
  • http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/10/occupy-paradeplatz-die-bilder.html
  • http://www.vgt.at/publikationen/texte/artikel/20080708Paragraphen278ff/index.php
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2 Antworten auf Occupy: Innsbruck

  1. Totems sagt:

    Gute Sache an sich, einige Leute wachen lang­sam auf.
    Doch solange es uns Vieh in Tirol noch „rea­liv gut” geht.. wer­den sich viele nicht enga­gie­ren. Ich hoffe dass die Bewe­gung wei­ter­geht und sich mehr als bis­her „Empören”.

    Nächs­tes Mal hoffe ich für die Demo auch eine etwas bes­sere Struk­tur und bes­sere Red­ner… der Anfang war ja wohl ziem­lich übel… so begeis­tert man keine Leute!

    • Athenoctus sagt:

      Es war gut zu sehen, dass man nicht alleine dasteht.
      Aller­dings gin­gen die poli­ti­schen Mei­nun­gen tlw. sehr aus­ein­an­der. So waren z.B. die Tier­schüt­zer mit ihren eige­nen For­de­run­gen da, oder andere, die nach einer Finanz­trans­ak­ti­ons­steuer ver­lang­ten: Die würde den eigent­li­chen Grund (Zins­sys­tem) für die Ban­ken­krise aber nicht aus der Welt schaf­fen. Statt­des­sen wür­den die zusätz­li­chen Kos­ten wie­der auf den End­kun­den abge­wälzt wer­den. Noch schlim­mer wäre es, wenn die dann irgend­wann als Basis für eine glo­bale Steuer in Rich­tung NWO miß­braucht würde. Ich wär da jeden­falls vor­sich­tig mit sol­chen For­de­run­gen, die nur Sym­ptom­be­hand­lun­gen sind.

      Von der Orga­ni­sa­tion her war eigent­lich nicht viel vor­han­den. Das nächste mal wäre es nicht schlecht mit eini­gen guten Red­nern zu Beginn und Künstlern/​ Musi­kern für ein wenig mehr Stim­mung zu sor­gen!
      Aber vor­bild­haft war, dass in einer so klei­nen Stadt wie Inns­bruck ver­hält­nis­mä­ßig viel los war! :)

      Mal sehen, wie sich die ganze Sache ent­wi­ckelt (und v.a. in wel­che Richtung …)

      PS: Hab den Arti­kel um ein Video erweitert!

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